Ueber die Aufhellung der durch metallische Aetzgifte verursachten Hornhauttrübung
Open Access
- 1 June 1908
- journal article
- Published by Georg Thieme Verlag KG in Deutsche Medizinische Wochenschrift (1946)
- Vol. 34 (26) , 1135-1137
- https://doi.org/10.1055/s-0029-1186614
Abstract
Metallische Aetzgifte, insbesondere der Kalk, erzeugen in der Hornhaut Trübungen 1. primär durch die unmittelbar unter ihrer Wirkung entstehende chemische Verbindung, welche sie mit dem Hornhautgewebe eingehen; 2. sekundär durch die reaktive Entzündung des Gewebes; 3. durch die etwaigen Substanzverlusten folgende Narbenbildung. Für die primäre Trübung habe ich den Nachweis erbracht, daß sie einer Aufhellung durch chemische Lösungsmittel zugänglich ist. Als bestes Lösungsmittel hat sich bisher eine Mischung von Chlorammonium mit einem Zusatz von Weinsäure ergeben. Man benutzt dieselbe in Form von Augenbädern am anästhesierten Auge, beginnend mit einer 4—5%igen Chlorammoniumlösung und einem Weinsäurezusatz von 0,02—0,1%. Das Chlorammonium kann auf 10% und mehr gesteigert werden bei unverändertem Weinsäurezusatze.Keywords
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