1040 Prophylactic infusions with an unmodified intravenous immunoglobulin product causing few side-effects in patients with antibody deficiency syndromes

Abstract
Thirty-two patients with common variable immunodeficiency (CVID) and two patients with IgA and IgG subclass deficiency received a total of 1,040 intravenous (i.v.) infusions during 60 patient years with 7,575 g of a new immunoglobulin (Ig) preparation. The content of prekallikrein activators and the anti-complementary activity in the tested Ig preparation was low and, in comparison to seven other commercial i.v. Igs, so was the proportion of IgG polymers and fragments. The IgA content was always ≤0.02 g/l, often 4 g/l with a mean rise of 3.6 g/l, as compared with the levels before the study. An association between decreasing preinfusion IgG serum levels and the presence of infection was noted on 13/17 occasions, while increasing IgG was seen in healthy periods on 14/14 observations. 32 Patienten mit gewöhnlichem variablen Immunglobulinmangel (CVID) und zwei Patienten mit fehlenden IgA- und IgG-Subklassen erhielten zusammen 1040 intravenöse (i.v.) Infusionen innerhalb von 60 Patientenjahren mit 7575 g einer neuen Immunglobulinpräparation (Ig). Der Gehalt an Prä-Kallikrein-Aktivatoren und die anti-komplementäre Aktivität in der getesteten Ig-Präparation war gering, verglichen mit sieben anderen kommerziell erhältlichen i.v. Immunglobulinen. Dasselbe gilt für den Anteil an IgG-Polymeren und -Fragmenten. Der IgA-Gehalt betrug immer ≤0,02 g/l, oft ≤0,004 g/l. Das Ig konnte vier Patienten mit IgA-Antikörpern, d. h. drei mit CVID und einem mit kombiniertem IgA-IgG-Mangel kontinuierlich verabreicht werden. Nur bei 4,7% der 1040 Infusionen und bei 12 der 34 Patienten wurden Nebenwirkungen beobachtet. Keine der Nebenwirkungen war vom anaphylaktischen Typ, aber zwei Patienten hatten mittelschwere Nebenwirkungen und einer eine Anurie, die wahrscheinlich nicht durch das Ig verursacht war. Das Risiko für phlogistische Reaktionen schien durch gleichzeitige Infektionen erhöht zu werden. Dies wurde bei fünf von sechs Patienten beobachtet, die bei Infektion der oberen Atemwege auf die Infusion mit Temperaturanstieg und Schüttelfrost reagierten. Bei 11 Patienten, die über 10,8 Patientenjahre 203 Infusionen erhielten, wurde eine Sonderstudie zu verschiedenen Dosierungen durchgeführt. Bei Infusion von 25 mg/kg/Woche i.v. alle fünf Wochen wurde ein mittlerer Anstieg der Serumspiegel vor Infusion gemessen, der um 0,3 g/l höher war als bei früherer i.m. Prophylaxe mit derselben Dosis. Nur bei 1/4 Patienten, die alle fünf oder drei Wochen 25 mg/kg/Woche erhielten, wurde ein IgG-Spiegel vor Infusion von ≥3 g/l erreicht. Bei Gabe von 50 mg/kg/Woche alle zwei Wochen hatten 4/4 CVID-Patienten vor Infusion Spiegel über 3 g/l, dabei stiegen die Spiegel vor Infusion um 1,5 g/l höher an als vor Therapiebeginn. Bei 100 mg/kg/Woche alle drei Wochen wiesen 5/5 Patienten ein Serum IgG von >4 g/l auf; der mittlere Anstieg gegenüber den Werten vor Studienbeginn betrug 3,6 g/l. Bei 13/17 Fällen wurde eine Assoziation von abnehmenden IgG-Serumspiegeln vor Infusion mit einer Infektion beobachtet; in gesunden Phasen waren bei 14/14 Beobachtungen Anstiege der IgG-Spiegel zu beobachten.