Die vollautomatische Dokumentation und statistische Auswertung pathologisch-anatomischer Befundberichte

Abstract
Autopsieberichte (»pathologisch-anatomische Diagnosen«) schließen Grundleiden, Einzelorganbefunde, histologische Befunde, Körper- und Organgewichte, Personalien und klinische Diagnosen ein. Für die vollständige Auswertung dieser heterogenen Informationen wurde ein Verfahren entwickelt, das auf der Klartextanalyse basiert. Die im Routinebetrieb anfallenden Berichte werden anstatt auf einer nor-malen Schreibmaschine auf einem Flexowriter geschrieben. Dabei fällt ein Lochstreifen an, der automa-tiscch (IBM 1401) auf Magnetband übertragen wird. Dann werden die Berichte durch einen Computer (IBM 7094) mit einem eigens erstellten, die pathologisch-anatomische Nomenklatur in klassifizierter Form enthaltenden, zur Zeit 38 000 Einheiten umfassenden Thesaurus verglichen und standardisiert. In dieser Speicher-Form werden sie der statistischen Auswertung, für die eigene Programm-Systeme entwickelt worden sind (DRZ, System DL-ASEDC), zugeführt.Nach Erstellung des Thesaurus und der Programme genügt das Verfahren zwei Idealforderungen: 1.) Die Dokumentation — hier die Erstellung des Lochstreifens — erfolgt in einem auch bisher notwen-digen Arbeitsgang ohne zusätzliche Belastung des Routinebetriebes. 2.) Die gespeicherten Informationen sind einer automatischen statistischen Auswertung zuganglich, die alle denkbaren Abfragungen ein-schliefilich der statistischen Sicherung zuläßt.

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